Vom Wiedehopf und Libellenlarven – Schlaubetaler Naturwacht mit neuer Kollegin wieder vollzählig
Der Naturpark Schlaubetal besteht seit 1995 und bewahrt wertvolle Lebensräume. Von Müllrose bis Drewitz sind seit über 30 Jahren vier Ranger*innen als Mittler zwischen Mensch und Natur im Einsatz. Von wissenschaftlicher Arbeit wie der Erfassung z.B. von Vögeln, Säugetieren, Amphibien, Faltern und Orchideen bis hin zu Schutzgebietsbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit gehört auch die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltbildung zu den zahlreichen Aufgaben der Naturwacht.
Nachdem bereits im Jahr 2025 die neue Kollegin Lydia Brusendorf das Team verstärkte, ist im Jahr 2026 Rangerin Christina Krüger ins Schlaubetal gekommen. Sie komplettiert das Team, nachdem Mario Marschler nach 29 Jahren als Ranger in Rente ging.
“Eine meiner ersten Aufgaben im Team war gleich eine ganz besondere für mich”, schwärmt Christina Krüger. “Neben dem Rotmilan ist der Wiedehopf einer meiner liebsten Vögel. Ich durfte gemeinsam mit meinem Team Brutkästen im Naturpark ausbringen und anschließend mit den fleißigen Mitarbeitenden der Lebenshilfe aus Eisenhüttenstadt die Reicherskreuzer Heide erkunden. Denn die haben 20 Stück für den Naturpark gebaut und so zum Schutz des seltenen Vogels beigetragen.”
“Die Natur ist für alle da”, findet Christina Krüger. “Schon als Kind bin ich durch die Oderwiesen in Frankfurt (Oder) auf Entdeckungstouren gegangen. Mit einem alten Vogelbuch meiner Eltern und dem Feldstecher habe ich Vögel beobachtet. Mit sieben Jahren wollte ich Biologin werden”, erinnert sie sich.
Biologin ist sie auch geworden und arbeitet seit sechs Jahren bei der Naturwacht und seit einem knappen halben Jahr ist sie im Naturpark Schlaubetal im Einsatz.
“Ich freue mich riesig, mit einem so tollen Team unterwegs sein zu dürfen und meinen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Natur beizutragen. Für mich heißt es, mein Zuhause und das meiner Mitmenschen noch für zukünftige Generationen zu erhalten. Daher liegt mir neben der Ornithologie besonders die Bildungsarbeit mit jungen Menschen am Herzen.”
Die Naturwacht im Schlaubetal war auch in diesem Jahr bereits mit vielen Kindern und Jugendlichen der Natur auf der Spur. Neben der Betreuung in einer Projektwoche in der Naturparkschule Friedland oder auch beim alljährlichen Tümpeln mit Ferienkindern des Campingplatzes am Schervenzsee.
“Hier gibt es viel zu entdecken. Neben Libellenlarven, Süßwassermilben und kleinen Fischen. Das ist auch für uns spannend, man lernt nie aus”, sagt Ranger Nico Brunkow und begutachtet mit den Kolleg*innen und Kindern den Inhalt des Keschers.
Kollege Torsten Spitz pflichtet ihm lächelnd bei. “Ja, besonders, wenn die Eltern selbst wieder zu kleinen Kindern werden und genau wissen wollen, was die Kinder da im Kescher haben.”
Viele Kinder sind sehr erstaunt, wenn sie lernen, dass Libellenlarven einen Großteil ihres Lebens im Wasser verbringen und eines Tages als Fluginsekt durch die Luft schwirren.
Unsere Natur ist eben für alle da und das macht sie so schön.
Gebiet
- Naturpark Schlaubetal
Meldung vom 10.08.2026
