Schutzgebiete

Im Naturpark Schlaubetal sind 13 Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtfläche von 7379 Hektar (ha) sowie 13 FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 7711 ha und 6 Landschaftsschutzgebiete (LSG) mit einer Gesamtfläche von fast 8000 ha ausgewiesen.

Nähere Informationen zu den NSG im Naturpark Schlaubetal finden Sie in den nachfolgenden Klappboxen.

 

NSG Schlaubetal

Das Naturschutzgebiet Schlaubetal wurde 1961 unter Schutz gestellt und im Jahr 2002 nochmals erweitert. Heute umfasst es eine Fläche von 1504 ha. Das NSG Schlaubetal befindet sich 8 km südlich von Müllrose und erstreckt sich vom Forsthaus Siehdichum im Norden bis zum Wirchensee im südlichen Teil.

Das Schlaubetal ist landschaftlich enorm vielseitig. Von Quellen und Quellbächen über Seen, Feuchtwiesen, Mooren, Wäldern bis hin zum teils steilen Bachtal gibt es viel zu entdecken. Das Schlaubetal entstand während der letzten Weichselvereisung als Schmelzwasserrinne, welche sich tief in die Hochfläche einschnitt. Die Schlaube und ihre Nebengewässer wurden seit dem Mittelalter von insgesamt zwölf Mühlen genutzt, von denen auch heute noch einige erhalten sind. Die Wanderwege bieten Möglichkeiten für landschaftsbezogene Aktivitäten und Erholung. Die Eichen- und Buchenwälder sowie die Moore und Feuchtwiesen weisen eine große Artenvielfalt auf. Zahlreiche Vögel der Roten Liste haben hier noch ihren natürlichen Lebensraum, darunter Seeadler, Schwarzmilan, Kranich, Flussseeschwalbe, Eisvogel und Sommergoldhähnchen. Neben der großen Artenvielfalt an Wirbellosen, wie beispielsweise Weißfleckwidderchen, Hirschkäfer und Waldgrille gibt es auch noch Vorkommen von Ringelnatter, Waldeidechse, Fischotter und Biber.

NSG Mahlheide

Das 33 ha große Gebiet der Mahlheide bei Schernsdorf trägt seit 1990 den Titel Naturschutzgebiet. Hier befindet sich der größte zusammenhängende Flechten-Kiefernwald des Naturparks mit seltsam geformten Kiefern.

Der ehemalige Bauernkiefernwald befindet sich auf einem sehr armen Binnendünenstandort und wurde früher durch langjährige Streunutzung bewirtschaftet. Als Streunutzung bezeichnet man das Sammeln von herabgefallenen Laub und Nadeln zur Nutzung als Einstreu oder Dünger. Diese Art der Nutzung entzieht dem Wald jedoch in Folge Nährstoffe. Auf den armen Böden wachsen dann vor allem anspruchslose Kiefern. So entstand die einzigartige Landschaft mit teilweise sehr alten, knorrigen Kiefern. Warum ein Großteil von ihnen solch dubiose und krummwüchsige Formen annahm, ist bis heute nicht wirklich geklärt. In dem Mosaik aus offenen Flächen und einzelnstehenden Kiefern finden sich zahlreiche Arten armer Sandtrockenrasen wie Silbergras, Sand-Schwingel oder Heidesegge. Sehr besonders ist die beeindruckende Vielfalt an Flechten. Die Symbiose aus Pilz und Alge ermöglicht die Besiedlung extrem trockener und nährstoffarmer Standorte wie hier in der Mahlheide. Im Allgemeinen geht die Vielfalt an Flechten anderer Orts auf Grund anthropogener Umweltveränderungen und Nährstoffeinträge immer drastischer zurück, was die Bedeutung solcher besonderer Lebensräume unterstreicht.

NSG Urwald Fünfeichen

Urig, ehrfurchtgebietend und manchmal vielleicht sogar ein wenig unheimlich wirken die alten, knorrigen Eichen im Urwald Fünfeichen, circa 3 km südöstlich von Schernsdorf. Der Urwald Fünfeichen umfasst eine kleine Fläche von 9 ha und wurde bereits 1961 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Der strukturreiche Waldbestand mit teils urwaldartiger Bestockung enthält teils über 300 Jahre alte Traubeneichen. Die tot- und altholzreichen Eichenbestände beherbergen eine reiche Insektenfauna. Vor allem interessante und stark gefährdete Käferarten wie beispielsweise der Hirschkäfer oder der Kurzschröter finden hier noch einen Lebensraum. Als Totalreservat sind in dem Gebiet jegliche Eingriffe und Nutzungen ausgeschlossen, sodass hier noch ein seltenen, naturnahen Rest an natürlichen Laubwaldbeständen erhalten ist. Das NSG und die angrenzenden Feucht- und Offenbereiche bieten geeignete Lebensbedingungen für viele Vogelarten wie zum Beispiel Mittelspecht, Fischadler, Baumfalke, Kranich. Durch das viele stehende und liegende Totholz können Besucher außerdem eine sehr reiche Vielfalt an Pilzen bestaunen. An Eichen gebundene Pilze wie Sommersteinpilz, Eichenmilchling, Grüner Knollenblätterpilz oder Perlpilz lassen sich hier finden

NSG Teufelssee

Das kleine NSG mit einer Fläche von 57 ha wurde bereits im Jahre 1961 als NSG ausgewiesen und ist ein Totalreservat. Es befindet sich circa 3 km südlich von Schernsdorf.

Kennzeichnend für das Gebiet sind die naturnahen Verlandungsmoore und die Traubeneichen-Kiefernmischwälder. Bei dem nur 5 ha großen, aber bis zu 12 m tiefen, Teufelssee handelt es sich um einen Toteissee aus dem Frühholozän, der im Laufe der Zeit immer mehr verlandet ist. So bildeten sich artenreiche Hochmoor- und Flachmoorverlandungszonen aus. Im Bereich der Moore gibt es verschiedene Torfmoose mit Sonnentau, Moosbeere und Kleinseggen. Bedingt durch den naturnahen See und die Vegetation, lässt sich hier auch eine besonders artenreiche Libellenfauna bewundern.

NSG Oberes Demnitztal

Bei dem NSG Oberes Demnitztal handelt es sich um ein 88 ha großes, teilweise angestautes und vermoortes Fließtal am westlichen Rande des Schlaubetals. Das Gebiet rund um die Quelle und dem oberen Teil der Demnitz wurde bereits 1981 unter Schutz gestellt. Im Norden grenzt das NSG an die Gemeinde Mixdorf.

Im Gebiet befinden sich unterschiedliche Ökosysteme wie Übergangs- und Schwingrasenmoore, Feuchtwiesen, Standgewässer und Birken-Moorwälder. Das obere Demnitztal ist nicht nur ein NSG, sondern flächengleich auch ein FFH-Gebiet und weist somit Arten und Lebensraumtypen von gemeinschaftlicher Bedeutung auf. Eine besonders maßgebliche Art im Gebiet ist der Fischotter, der hier noch einen naturnahen Lebensraum findet. Doch auch viele weitere Arten wie Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch sowie geschützte Vögel von Eisvogel bis zu verschiedenen Entenarten finden hier ein Zuhause.

NSG Reicherskreuzer Heide und Schwansee

Das NSG Reicherskreuzer Heide und Schwansee ist Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lieberose. Das größte Naturschutzgebiet des Naturparks mit einer Fläche von 2840 ha liegt im südlichen Teil des Naturparks Schlaubetal und wurde 1995 unter Schutz gestellt. Vor allem für die Grundwasserneubildung und für den Arten- und Biotopschutz ist es heute von großer Bedeutung.

Die Landschaft spiegelt hier anschaulich die Vergangenheit aus Zeiten der letzten Eiszeit wieder. Bei Oelse, Schlaube und Dorche handelt es sich um ehemalige, eiszeitliche Schmelzwasserrinnen, die nach Süden flossen und dort natürliche, nährstoffarme Sanderflächen durch Sedimentablagerung schufen. Bei dem Schwansee handelt es sich um einen Rinnensee, der durch das abfließende Schmelzwasser und die damit verbundene Erosion unterhalb des Gletschers entstand. Bis zum Jahre 1945 diente das Gebiet der Reicherskreuzer Heide als SS-Truppenübungsplatz. Nach einem Großbrand im Jahre 1947 wurde die Fläche von der Roten Armee als Artillerie- und Panzerschießplatz genutzt. Die Brände, welche weiterhin durch die militärische Nutzung verursacht wurden, trugen im Folgenden zur Offenhaltung und Nährstoffarmut der Heide bei. Auch die militärischen Manöver führten immer wieder zu Bodenverwundungen, wodurch die Bodenbildung verhindert, sowie die Erosion gefördert wurde. Die daraus resultierende Nährstoffarmut war ein Schlüsselfaktor zur Bildung der Heide.

Heute ist ein Teil der natürlichen Sukzession überlassen, während der Ostteil durch Schafbeweidung und Mahd des Heidekrautes erhalten wird. Das gesamte Gebiet ist auch heute noch teils stark munitionsbelastet. Die Bereiche des Rundwanderwegs, des Aussichtsturms und des Radwanderwegs sind jedoch beräumt und touristisch erschlossen. So kann man während der Heideblüte im August und September ein violettes Farbenmeer bewundern. Von dem Aussichtsturm hat man einen weitreichenden Blick und kann den Stand der Pflegemaßnahmen gut beobachten. Der vorhandene Lehrpfad informiert dabei sehr anschaulich rund um das Thema Heide. Doch nicht nur zur Heideblüte ist das NSG sehenswert, die einzigartige Landschaft mit Sandheide, Offenlandschaften und einem Mosaik verschiedener Sukzessionsstadien ist Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Die ausgedehnten Zwergstrauchheiden, Sandtrockenrasen und lückigen Kiefernbestände bieten vielen seltenen Vögeln wie Brachpieper, Grauammer, Wiedehopf, Ziegenmelker und vielen weiteren ein Zuhause. Des Weiteren gibt es mit 300 gezählten Arten eine enorme Vielfalt an Großschmetterlingen – viele von ihnen Spezialisten, die nur in trockenen Heiden vorkommen und durch die Seltenheit des Lebensraums vom Aussterben bedroht sind. In der Rinnenseelandschaft rund um dem Schwansee gibt es eine Vielfalt an Fließ- und Standgewässer gebundene Arten wie Fischotter, Eisvogel, Steinbeißer und Rotbauchunke. Außerdem gibt es verschiedenste Libellen, zum Beispiel die Pokal-Azurjungfer oder die Große Moosjungfer.

 

NSG Göhlenze und Fichtengrund

Das Gebiet Große Göhlenze und Fichtengrund ist 268 ha groß und trägt bereits seit 1990 den Titel NSG. Es befindet sich südöstlich von Henzendorf und grenzt im Westen an das NSG Reicherskreuzer Heide und Schwansee. Das Gebiet zeichnet sich durch mehrere relativ unbelastete Klarwasserseen mit ihren Moorbildungen sowie ein vermutlich natürliches Vorkommen der Lausitzer Tieflandfichte aus.

NSG Trautzke-Seen und Moore

Das Gebiet der Trautzke-Seen und Moore umfasst eine Fläche von 68 ha und ist seit 2002 ein NSG sowie ein FFH-Gebiet. Von Henzendorf aus lässt es sich gut und schnell über einen Radwanderweg erreichen.

Das Gebiet ist in eine glaziale Entwässerungsrinne eingebettet, welche zum Ende der Eiszeit trockenfiel. Aus diesem Grund finden sich hier insgesamt 13 faunistisch und floristisch wertvolle Kesselmoore, aus einstigen Toteiskesseln, und verlandete Kleingewässer. Das NSG verfügt über verschiedenste Biotope wie beispielsweise Großseggenriede und Röhrichte, Zwergstrauch-Kiefernwälder und Torfmoosgesellschaften. Hier gibt es noch Vorkommen von geschützten Pflanzenarten, darunter Sumpf-Schlangenwurz, verschiedene Torfmoose und der fleischfressende Sonnentau. Außerdem lassen sich in der naturnahen Umgebung verschiedenste Vögel, Schmetterlinge, Käfer und Libellen entdecken. Im NSG leben unter anderem noch die in Brandenburg seltenen Breitrandkäfer oder die Große Moosjungfer, eine streng geschützte Libellenart. Zu den vorkommenden Vögeln zählen Waldwasserläufer, Drosselrohrsänger und Wendehals.

NSG Pinnower Läuche und Tauersche Eichen

Das 1534 ha große Gebiet der Pinnower Läuche und Tauerschen Eichen wurde 2002 unter Schutz gestellt. Es beinhaltet zwei Totalreservate, die von jeglicher Nutzung ausgeschlossen sind.

Im Gebiet der Tauerschen Eichen befinden sich noch naturnahe Traubeneichenwälder. Durch die hohen Anteile an Totholz gibt es hier noch Lebensräume für viele höhlenbrütende Vogelarten, Fledermäuse und Insekten. So wurden hier zum Beispiel bedrohte Käferarten wie der Hirschkäfer oder der Eremit nachgewiesen.

Das Relief des NSG ist flach bis schwach wellig und wird durch die einstigen Toteissenken und -kessel (Läuche) gegliedert. Auch bei dem 14 ha großen Kleinsee handelt es sich um einen Toteissee mit noch recht klarem Wasser. Besuchern ist das Baden am Südufer gestattet. Am Kleinsee befindet sich auch eine Waldschule, in der sowohl Kinder als auch Erwachsene anschaulich und praktisch alles über den Naturraum Wald und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen können. Die Waldschule ist auch ein guter Startpunkt für Wanderungen rund um den Klein- und Großsee. Ein Naturlehrpfad mit einer Länge von 10 km und informiert an acht Stationen über Tier- und Pflanzenarten. Selten gewordene Vögel wie Flussseeschwalbe, Fischadler, Kranich oder Bekassine lassen sich im NSG noch beobachten, ebenso wie eine große Vielfalt an Schmetterlingen.

NSG Unteres Schlaubetal

Der untere Teil der Schlaubetals erstreckt sich nördlich des Verbindungsweges von Mixdorf nach Schernsdorf bis zum Müllroser See und wurde im Jahr 2003 als NSG ausgewiesen. Auf einer Fläche von 363 ha erstreckt sich das Gebiet beiderseits des Schlaubelaufes.

Hier finden sich naturnahe Laubmischwälder, Auwälder und Feuchtwiesen sowie verschiedene Moore. Die Lebensraumvielfalt bedingt eine artenreiche Flora und Fauna mit zahlreichen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten. Mit etwas Glück können Besucher Ringelnatter, Kranich, Biber und Fischotter beobachten. Sehenswert ist die als Ausflugsgaststätte beliebte Ragower Mühle mit der einstigen Getreidemühle, welche an die historische Nutzung der Schlaube erinnert. Bei dem Ragower Moor sowie den Teufelslauch handelt es sich um seltene Torfmoosmoore mit Wollgras und verschiedensten Torfmoosarten.

Charakteristisch für die Region sind ebenfalls die aus dem Toteis hervorgegangenen Seen. Im Holozän entstanden aus den meisten dieser Toteisseen mit der Zeit Verlandungsmoore. Heute verfügt nur noch der größere Belenzsee über eine offene Wasserfläche, an welcher sich zahlreiche Wasservögel wie Höckerschwan und Schellente beobachten lassen während vom Ufer her Drosselrohrsänger oder Teichrohrsänger zu hören sind. Zwischen dem See und der Schlaube befindet sich ein extrem seltenes und gefährdetes Braunmoosmoor, das Belenzlauch. Dort finden sich unter anderem noch verschiedenste bedrohte Moorpflanzen, wie Sumpf-Glanzkraut, Sumpf-Dreizack oder rundblättriger Sonnentau.

NSG Pastlingsee

NSG Pastlingsee

Das 61 ha große Gebiet rund um dem Pastlingsee wurde 2003 unter Schutz gestellt. Es liegt ganz im Süden des Naturparks Schlaubetal, circa 2 km westlich Grabko und verfügt über eine ausgewiesene Parkmöglichkeit.

Auf Grund des Strukturreichtums hat das Gebiet eine recht hohe Artenvielfalt zu bieten. Zu den heimischen Brutvögeln zählen unter anderem Fischadler, Baumfalke, Wiedehopf, Drosselrohrsänger, Bekassine, Heidelerche und Ziegenmelker. Der Zweck des NSG liegt vor allem in dem Erhalt und der Entwicklung von Zwischenmooren mit Moorgehölzen und Röhrichtbeständen, sowie der Zwergstrauch-Kiefernwälder trockenwarmer Standorte. In dem Mosaik an verschiedenen Lebensräumen gibt es zahlreiche Schmetterlinge wie den kleinen Schillerfalter, Libellen wie die kleine Zangenlibelle und verschiedene Amphibien zu beobachten. In dem 12 ha großen und sehr flachem See sowie den angrenzenden Moorbereichen kann man eine vielfältige Flora mit Sonnentau, Sumpfporst, verschiedenen Torfmoosen und weißer Seerose entdecken.

NSG Calpenzmoor

Das NSG Calpenzmoor liegt ganz im Süden des Naturparks Schlaubetal und lässt sich von Tauer und Drewitz aus erreichen. Eine Parkmöglichkeit befindet sich 3 km entfernt beim NSG Pastlingsee, der Radwanderweg verläuft an der westlichen Grenze des Gebietes. Das NSG umfasst eine Fläche von 136 ha und wurde 2004 als Schutzgebiet ausgewiesen, um vor allem die Kesselmoorkomplexe mit ihren verschiedenen Biotoptypen zu erhalten und zu entwickeln.

1928 wurde das Gebiet für den Torfabbau entwässert, das Grabensystem ist auch heute noch erkennbar. Zusammen mit dem NSG Pastlingsee gibt es hier 53 gefährdete und schützte Farn- und Blütenpflanzen, die eben vor allem an Moorstandorte gebunden sind. In den ehemaligen Torfstichen finden sich seltene Moor-Arten wie mittlerer Sonnentau, kleiner Wasserschlauch, Schwertlilie und Sumpf-Schlangenwurz. Bedeutsam ist das Gebiet ebenfalls als Lebens- und Rückzugsraum für geschützte Arten wie Raubwürger, Bekassine, Kranich, Tüpfelralle, Moorfrosch oder kleiner Wasserfrosch.

NSG Oelseniederung mit Torfstichen

Das 88 ha große Gebiet der Oelseniederung mit Torfstichen zählt zu den neusten NSG des Naturparks Schlaubetal und wurde im Jahr 2018 unter Schutz gestellt.

Bei der Landschaft handelt es sich um eine eiszeitlich entstandene Seenrinne mit durch die Oelse verbundenen Gewässern. Die Torfstiche wurden früher für den oberirdischen Abbau von Torf genutzt. Heute dient das NSG vor allem der Erhaltung geschützter Pflanzenarten wie Sumpf-Schlangenwurz, Wasserfeder, Wasser-Schwertlilie, Fieberklee und verschiedenen Torfmoosarten. Des Weiteren sind die Auenwälder und Feuchtgebiete wichtige Nahrungsgebiete für Seeadler und Fischadler. Doch auch geschützte Säugetiere wie Biber, Fischotter oder Kleiner Abendsegler sind hier noch zu Hause.