Meldungen

Oft tauchen im Zusammenhang mit Wildtieren Fragen auf, wie:

Wem kann ich melden, dass ich einen Elch, eine Fledermaus oder einen Fischotter gesehen habe?

Was mache ich, wenn ich einen Wildunfall habe?

Wer hilft mir, wenn ich ein verletztes Tier gefunden habe?

Die Antworten auf diese Fragen, Formulare und Kontaktdaten finden Sie in aller Kürze in den Klappboxen.

 

 

Meldung über Wildsichtungen

Egal ob Otter, Biber, Fledermaus, Eichhörnchen oder Maulwurf (auch Maulwurfshügel) - alles ist wichtig. Nur so können Aussagen zum Bestand und zur Verbreitung bestimmter Arten getroffen werden.

Die Naturschutzstation Zippelsförde ist im Land Brandenburg für das Monitoring und die Erfassung der Bestände von Säugetieren und Mollusken zuständig. Sie organisiert und koordiniert deren Schutz, erfasst Bestände bedrohter und stark gefährdeter Arten, entwickelt und setzt Schutzprogramme um, begleite Projekte und vieles mehr.

Obwohl sich der Wissenstand bei den "Allerweltsarten" wie Igel, Maulwurf oder Eichhörnchen weiter verbessert hat, gibt es leider immer noch Datenlücken. Für die landesweite Kartierung auf der Basis von Messtischblattquadranten (MTB/Q - also anhand der Topographischen Karten 1 : 25.000) würde sich die Naturschutzstation freuen, zumindest aus jedem MTB/Q einen Nachweis von jeder Art registrieren zu können. Deshalb wäre es wichtig, aus möglichst vielen unterschiedlichen Gebieten (anstelle von vielen Nachweisen aus nur einem Gebiet) Nachweise zu erhalten.

Aus diesem Grund benötigt die Naturschutzstation Zippelsförde Ihre Unterstützung. Mit dem "Fundprotokoll" und "Erfassungsbogen Säugetiere" können Sie Sichtungen, Lebendfunde (z.B. verletzte Tiere) oder Totfunde melden. Bei Maulwürfen können Sie gern auch die Maulwurfshügel melden. Bei der Kartierung von Maulwurfshügeln auf einer größeren besiedelten Fläche, können Sie in etwa den Mittelpunkt oder einen besonders großen "Mutterbau" angeben. Bitte den Fundplatz zum nächstgelegenen Ort so beschreiben, dass er durch die Naturschutzstation möglichst punktgenau auf einer Karte zugeordnet werden kann (optimal wären Angaben von GPS-Koordinaten in ETRS 89 UTM zone 33N, falls Sie die Möglichkeit der Ermittlung haben).

 

Seit vielen Jahren finden auch Elche hin und wieder den Weg nach Deutschland. Da sie gute Schwimmer sind, überqueren sie bei Ihren Streifzügen auch die Oder, pendeln zwischen Polen und Deutschland. Die Beobachtung von besenderten Tieren hat beispielsweise ergeben, dass sie auch die in Brandenburg bestehenden Wildbrücken zur Überquerung von Autobahnen nutzen.

Haben Sie einen Elch gesehen?

Hier haben Sie die Möglichkeit, ein Elchbeobachtungsformular der Landesforst Brandenburg auszufüllen und beim Monitoring zu helfen.

Vielen Dank für Ihre Unterstüzung.

Meldung von Wildunfällen

Grundsätzlich sind Wildunfälle meldepflichtig!

Um einem Wildunfall handelt es sich, wenn im Straßenverkehr ein dem Jagdrecht unterliegendes Tier mit einem Fahrzeug zusammenstößt. In diesem Falle ist laut § 27 des brandenburgischen Jagdgesetzes die Polizei, Feuerwehr oder der Jagdausübungsberechtigte wie beispielsweise der Revierförster unverzüglich zu informieren, auch wenn das Wild flüchtet. Sie erhalten eine Wildunfallbescheinigung, die Sie ggf. für die Versicherung benötigen.

Was ist bei einem Wildunfall beachten?

  • Bitte sichern Sie zunächst die Unfallstelle ab!

  • Ziehen Sie ggf. totes Wild von der Straße, wenn es nicht zu schwer ist. (Schutzhandschuhe verwenden!)

  • Sollte das Tier noch leben, fassen Sie es bitte nicht an, da es weiteren Stress für das Tier bedeutet und Sie sich dadurch ggf. selbst gefährden, sollte sich das Tier wehren.

  • Suchen Sie geflüchtetes Wild nicht selbst und eigenen Sie es sich bitte auch nicht selbst an.

  • Rufen Sie die Polizei oder Feuerwehr.

  • Lassen Sie sich den Wildunfall bescheinigen und dokumentieren Sie ggf. Fell- oder Blutspuren an Ihrem Fahrzeug.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite des MLUL.

Was ist bei verletzten oder geschwächten Wildtierfunden zu beachten und wer hilft Ihnen?

Wenn man ein verletztes Wildtier findet, möchte man natürlich helfen. Dabei gibt es jedoch einge Dinge zu beachten.

Grundsätzlich gilt § 45 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes. Es ist "...vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die von der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde bestimmte Stelle abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, so hat der Besitzer die Aufnahme des Tieres der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde zu melden. Diese kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen."

Wenn das Fundtier, das sie an sich nehmen, dem Jagdrecht unterliegt, weil es sich dabei um einen Fuchs, Feldhasen, Waschbären, Marder, Marderhund, Nutria, Dachs, Reh- oder Schwarzwild, Wildkaninchen, eine Wildente/-gans, einen Greifvogel o.ä. handelt - ist umgehend die zuständige Polizeidienststelle oder der Revierförster zu informieren. Anderenfalls machen Sie sich der Wilderei strafbar. D.h. die Person, die das Tier der Natur entnimmt, ist meldepflichtig, nicht der behandelnde Tierarzt oder die Stelle, an der das Tier abgegeben wird.

Darüber hinaus sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass Sie ab dem Augenblick, in dem Sie das Tier an sich nehmen auch die Verantwortung und Haftung sowie ggf. die anfallenden Kosten für die tierärztliche Versorgung tragen. Ein Tierarzt ist lediglich zur ersten Hilfe verpflichtet. Liegt kein Notfall vor, so können Sie an einen spezialisierten Veterinär verwiesen werden.    

Wenn Sie ein verletztes oder geschwächtes Wildtier finden, melden sie es bitte der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) oder der Naturschutzstation Zippelsförde. Das Weitere wird dann je nach Art und Zustand des Tieres mit Ihnen besprochen. Die Tiere werden, je nach Art ggf. zur Pflege in der Naturschutzstation aufgenommen oder an einen Tierpark, einen Verein oder ehrenamtlichen Bürger, der mit den Behörden und Naturschutzorganisationen kooperiert, vermittelt.

All diese Menschen haben sich intensiv mit den Bedürfnissen der Tiere befasst und sind darauf eingestellt, jedoch auf Spenden angewiesen, da sie die Kosten selbst tragen.

Bedenken Sie bitte auch, dass nicht jedes Tier hilfebedürftig ist und unbedingt aufgenommen werden muss. Im Frühjahr und Sommer sitzen viele Jungvögel auf dem Boden, noch bevor sie fliegen können und halten mit lautem Rufen Kontakt zu den Elterntieren, die sie dadurch finden füttern.

Auch Igel sollten nicht immer aufgenommen werden. Wenn ein kleiner Igel mit beispielsweise 300 g Körpergewicht im Herbst durch Ihren Garten läuft, können Sie ihm auch helfen, indem Sie ihm ein Häuschen im Garten zur Verfügung stellen und zufüttern, so dass er noch Gewicht zulegen kann. Was sie dann am besten füttern und wie sie den Igel unterstützen können, ist im Video auf dieser Seite erklärt.

An wen kann man sich in der Naturparkregion Schlaubetal wenden, wenn man ein hilfebedürftiges Wildtier gefunden hat?

Generell können Sie sich an die amtlichen Tierärzte in Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Beeskow oder Eisenhüttenstadt wenden, die Ihnen gern weiter helfen.

Im Landkreis Oder-Spree haben die amtlichen Tierärzte an Wochenenden und Feiertagen Rufbereitschaft. Sie sind dann über die "Regionalleitstelle Oderland" mit Sitz in Frankfurt (Oder) zu erfragen.

Regionalleitstelle Oderland

Heinrich-Hildebrand-Str. 21

15232 Frankfurt (Oder)

Tel.: 0335 5653737

Fax: 0335 5653799

Mail: leitstelle@frankfurt-oder.de