FFH-Managementplanung

Um die Arten und Lebensräume in den Natura 2000-Gebieten zu erhalten, werden für jedes der zehn FFH-Gebiete im Naturpark Schlaubetal im Zeitraum von 2018 bis 2020 Managementpläne erstellt. Mit der Planerstellung ist das Planungsbüro LUP – LUFTBILD UMWELT PLANUNG GmbH beauftragt. Die Naturparkverwaltung leitet den Prozess.

Ablauf der Managementplanung

Im Frühjahr 2018 beginnt das Planungsbüro mit den Kartierungsarbeiten im Gelände. Hierfür bitten wir um Verständnis und Unterstützung. Die Bestandsaufnahme dient dazu, den aktuellen Erhaltungszustand der besonders wertvollen, pflegebedürftigen und empfindlichen Lebensraumtypen sowie Tier- und Pflanzenarten festzustellen. Im Herbst 2018 soll diese naturschutzfachliche Erfassung abgeschlossen sein.

Im Anschluss werden auf Grundlage der Ergebnisse Erhaltungs- und Entwicklungsziele formuliert. In enger Abstimmung mit Flächennutzern und Eigentümern, Behörden, Gemeinden und Verbänden, die in ihren Belangen angesprochen sind, werden dann konkrete Maßnahmen und Schritte erörtert, die zur Erreichung der Schutzziele notwendig sind. Das können beispielsweise Absprachen zur Beweidung von Heideflächen, Maßnahmen zum Schutz von Altbäumen im Wald oder Vorschläge zur extensiven Grünlandnutzung sein. Nach Möglichkeit werden die erforderlichen Maßnahmen so geplant, dass sie auf einem breiten Konsens aller Beteiligten beruhen.

Zu den Maßnahmenplänen wird eine Umsetzungskonzeption aufgestellt, die auch die nutzbaren Fördermöglichkeiten berücksichtigt. Die fertig abgestimmten Managementpläne werden in den kommenden Jahren die Richtschnur für die Naturschutzarbeit im Naturpark bilden.

Die Managementpläne beinhalten:

  • eine Gebietsbeschreibung

  • die Bestandserfassung und Bewertung von Arten und Lebensräumen

  • die Formulierung von Erhaltungs- und Entwicklungszielen

  • eine Planung von Maßnahmen zur Erhaltung und zur Entwicklung der Lebensräume und Arten

  • Umsetzungsmöglichkeiten

Die Erstellung der Managementpläne erfolgt auf Grundlage des Handbuches zur Managementplanung für FFH-Gebiete im Land Brandenburg. 

Anstehende Termine sowie aktuelle Informationen zur FFH-Managementplanung können auf der Internetseite des Naturparks Schlaubetal eingesehen werden.

Beteiligung am Planungsprozess

Im Planungszeitraum erhalten Behörden, Gemeinden, Verbände, Nutzer und Flächeneigentümer, die in ihren Belangen angesprochen sind, die Gelegenheit, sich an dem Planungsprozess zu beteiligen.

Den Auftakt der FFH-Managementplanung mit einer breiten öffentlichen Beteiligung bildete im April 2018 die Informationsveranstaltung in Treppeln.

Für den fachlichen Austausch werden regionale Arbeitsgruppen gebildet und Exkursionen sowie thematische Einzelgespräche angeboten.

Öffentliche Auftaktveranstaltung zur FFH-Managementplanung

Eine breite Öffentlichkeit bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen der Städte, Ämter und Gemeinden, aus den Bereichen Forst, Gewässer, Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus sowie Interessierte nahmen im April 2018 an der Auftaktveranstaltung zur FFH-Managementplanung im Naturpark teil. Auf dieser stellte sich das mit der Planerstellung beauftragte Unternehmen LUP vor. Das Planungsbüro päsentierte die FFH-Gebiete sowie die im Rahmen der Managementplanung zu untersuchenden Lebensraumtypen und Arten. Auch der Beteiligungsprozess und das weitere organisatorische Vorgehen wurden erläutert. Zum Schluss blieb den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Raum für offene Fragen und Anliegen.

Die Präsentationen zur FFH-Managementplanung mit weiterführenden Informationen finden Sie hier:

Präsentation zur FFH-Managementplanung im Naturpark Schlaubetal

Regionale Arbeitsgruppen

Die regionalen Arbeitsgruppen begleiten den gesamten Prozess der Managementplanung. Eine Arbeitsgruppe besteht aus regionalen Akteuren, in der Regel aus Behörden- und Interessenvertretern sowie Mitarbeitern des Planungsbüros LUP GmbH und dem Naturparkleiter, der als Verfahrensbeauftragter die Leitung der Arbeitsgruppe übernimmt.

Eine regionale Arbeitsgruppe kann sich auf ein FFH-Gebiet oder auf mehrere räumlich nahegelegene und inhaltlich zusammengehörige FFH-Gebiete beziehen. Während des Planungsprozesses kann die Arbeitsgruppe sich je nach Bedarf wechselnd gebiets- oder themenspezifisch zusammensetzen.

Die unten stehende Liste bietet Ihnen Informationen zu den einzelnen geplanten regionalen Arbeitsgruppen im Naturpark Schlaubetal. Durch Anklicken der regionalen Arbeitsgruppen erfahren Sie mehr über die Planungsgebiete sowie anstehende Termine. Auf der Übersichtskarte sind die Planungsregionen dargestellt.

 

Regionale Arbeitsgruppe 1 "Unteres Schlaubetal und Oberes Demnitztal"

Im FFH-Gebiet Oberes Demnitztal (Foto: W. Klaeber)

Die regionale Arbeitsgruppe 1 umfasst zwei FFH-Gebiete: das Untere Schlaubetal und das Obere Demnitztal.

Landkreis: Oder-Spree

Gemeinden: Müllrose, Mixdorf, Siehdichum, Grunow-Dammendorf

Größe gesamt: 450ha

Regionale Arbeitsgruppe 2 "Schlaubetal"

Am Trepelsee im FFH-Gebiet Schlaubetal (Foto: W. Klaeber)

Die regionale Arbeitsgruppe 2 umfasst das FFH-Gebiet Schlaubetal.

Landkreis: Oder-Spree

Gemeinden: Grunow-Dammendorf, Schlaubetal, Neuzelle

Größe: 1.450ha

Regionale Arbeitsgruppe 3 "Krüger-, Rähden- und Möschensee"

Diese regionale Arbeitsgruppe 3 umfasst das FFH-Gebiet Krüger-, Rähden- und Möschensee.

Landkreise: Oder-Spree

Gemeinden: Friedland, Grunow-Dammendorf

Größe: 219ha

Regionale Arbeitsgruppe 4 "Dorchetal und Trautzke-Seen und Moore"

Im FFH-Gebiet Dorchetal blüht die Glockenblume (Foto: W. Klaeber)

Die regionale Arbeitsgruppe 4 umfasst die FFH-Gebiete Dorchetal sowie Trautzke-Seen und Moore.

Landkreis: Oder-Spree

Gemeinde: Neuzelle

Größe gesamt: 200ha

Regionale Arbeitsgruppe 5 "Reicherskreuzer Heide und Große Göhlenze"

Die Heide blüht im FFH-Gebiet Reicherskreuzer Heide und Große Göhlenze (Foto: W. Klaeber)

Die regionale Arbeitsgruppe 5 umfasst das FFH-Gebiet Reicherskreuzer Heide und Große Göhlenze.

Landkreise: Oder-Spree, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald

Gemeinden: Lieberose, Schenkendöbern, Neuzelle

Größe: 3.070ha

Regionale Arbeitsgruppe 6 "Pinnower Läuche und Tauersche Eichen, Calpenzmoor und Pastlingsee"

Der Sonnentau - charakteristische Art im FFH-Gebiet Calpenzmoor (Foto: S. Böhm)

Regionale Arbeitsgruppe 6 umfasst drei FFH-Gebiete: Pinnower Läuche und Tauersche Eichen, Calpenzmoor sowie Pastlingsee.

Landkreis: Spree-Neiße

Gemeinden: Schenkendöbern, Tauer, Jänschwalde

Größe gesamt: 1.780ha

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