Natur & Landschaft

Das Highlight: Die Schlaube

Zu Recht wird das Schlaubetal als schönstes Bachtal Ostbrandenburgs bezeichnet. Auf ihrem 23 Kilometer langen Lauf schlängelt sich die Schlaube durch Wälder und Schluchten, durchfließt Seen und Teiche, lässt Bäche und Moore hinter sich, gesäumt von Wiesen und Binnendünen. Unterwegs wandelt sie ihren Charakter vom wilden "Mittelgebirgs"-Bach zum sanften Wiesenbach, der ursprünglich schließlich in den Brieskower See und die Oder mündete. Wenig westlich davon liegt die Stadt Müllrose, das nördliche Tor zum Naturpark. Heute mündet die Schlaube, nachdem sie den Großen Müllroser See und den kleinen Müllroser See durchflossen hat, in den Oder-Spree-Kanal. Weiter unterwärts ist der alte Schlaubelauf zwar stellenweise noch vorhanden, Wasser aus dem oberen und mittleren Schlaubetal kommt hier aber seit dem Kanalbau nicht mehr an. Der unweit der Schlaube-Quellen gelegene und von ihr durchflossene Wirchensee ist von verschiedenen Laubmischwäldern umgeben. Erlenbrüche, Buchen- und Hainbuchenwälder begleiten den Oberlauf der Schlaube, die hier mit Klautzke-, Kesselfließ und Boberschenk und dem weiter nördlich gelegenen Planfließ noch unverbaute Seitenbäche besitzt. An einigen Stellen im Schlaubetal, unter anderem im Naturschutzgebiet Teufelssee zwischen Schernsdorf, Bremsdorf und Dammendorf, wachsen naturnahe Traubeneichwälder. In diesem Bereich, in dem die Schlaube eine Kette von Seen durchfließt, sind auch noch ursprüngliche Buchenwälder erhalten geblieben. Weiter nördlich schlängelt sich die Schlaube als Wiesenbach durch eine Landschaft mit unzähligen Mooren, bevor sie in einem unzugänglichen, von Erlenbruchwald dominierten Delta in den Großen Müllroser See mündet. Am besten ist die Schlaube zu erleben, wenn man ihrem Lauf auf dem Schlaubewanderweg folgt.

Nicht nur ein Bachtal!

Das Tal, das dem Naturpark seinen Namen gab, ist jedoch nicht die einzige Schönheit, die es hier zu entdecken gibt. Ungestörte Quellen, Moore, Heiden und das größte Buchenvorkommen in der Niederlausitz prägen ebenso das Bild dieser Landschaft wie vielfältige Stillgewässer. Zudem beherbergt er zahlreiche Tiere, darunter allein 385 gefährdete Arten.


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