Der Vogel des Jahres 2019 - Die Feldlerche

Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist bereits 1998 der Vogel des Jahres gewesen. Der NABU möchte mit der Nominierung im Jahr 2019 noch einmal auf die Gefährdung der begabten Sänger aufmerksam machen.

Die Feldlerche besiedelt von Westen nach Osten ein Gebiet von Portugal bis Kamtschatka und Japan. Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis nach Norwegen und im Süden bis nach Nordafrika. Weite Offenlandschaften mit Gräsern und krautiger, lückenhafter Vegetation sind ihr bevorzugter Lebensraum. Aus diesem Grund ist sie in Mitteleuropa vor allem an landwirtschaftliche Flächen gebunden.

Neben der kleinen aufstellbaren Haube der Männchen ist wohl der wunderschöne Gesang das deutlichste Merkmal dieser Bodenbrüter. Den teils rhythmisch trillernden Lauten der Männchen kann man in Deutschland vom zeitigen Frühjahr bis in den Juli, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, lauschen. Sie singen während des Fluges und begrenzen so ihr Revier.

Die 16-18 cm große Feldlerche hat eine beige bis rötlichbraune Rückenbefiederung. Der Kopf, Rücken und Schwanz sind zudem schwarzbraun gebändert. Bauch und Flanken sind weiß bis hellbeige. Die Feldlerche frisst neben Samen und pflanzlichen Bestandteilen auch Insekten, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer.

Die Intensivierung der Landwirtschaft, der Rückgang der Insekten und die Bejagung im Mittelmeerraum führen seit Jahren zum Rückgang des Feldlerchenbestandes. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Zum Schutz der Feldlerchen können Landwirte sogenannte Feldlerchenstreifen vor der Ausbringung von Raps, Mais oder Wintergetreide anlegen. Diese Brach- oder Blühstreifen sind ca. 10 m breit bzw. umfassen ca. 20 m². Je Hektar werden 2 bis 10 dieser Steifen empfohlen. Sie ermöglichen den Vögeln neben der Anlage des Nestes und der ungestörten Aufzucht mehrerer Bruten auch den ungehinderten An- und Abflug. Darüber hinaus gewährt der Feldlerchenstreifen auch anderen Bodenbrütern sowie Insekten ein Habitat und verhindert  innerhalb des Feldes den direkten Zugang durch Nesträuber.

Weitere Praxis-Tipps zum Schutz der Feldlerche finden Sie unter diesem Link zum NABU.

Gebiet

  • Naturpark Schlaubetal

Meldung vom 06.02.2019