Dorchemühlen

Klostermühle

Die Klostermühle gehörte seit 1557 zu den gewerblichen Anlagen des Neuzeller Klosters und wurde im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört. 1732 wurde sie wieder neu errichtet. Nach Auflösung des Klosters ging die Mühle in den staatlichen Besitz als "Königlich Preußische Klostermühle" über. Um 1900 erzeugte ein Generator elektrischen Strom für das Seminar in der Klosteranlage. Erst nach 1960 erfolgte die Stilllegung. Reste der Wasserkraftanlage sind noch erhalten.

Belgers Mühle

Die ursprüngliche Schlabener Mühle ist bereits in einer Karte von 1350 enthalten. Im Jahre 1676 abgebrannt, wurde sie bald wieder aufgebaut. Mahlgäste kamen aus Schlaben, Ratzdorf und Wellmitz. Die letzte technische Ausstattung erhielt die Getreidemühle nach 1920. Dabei wurde das oberschlächtige Wasserrad durch eine Wasserturbine ersetzt. Bis 1945 versorgte sie den Ort Neuzelle und umliegende Dörfer mit Mehl. Im Inneren ist die Mühle in ihrer ursprünglichen Form des letzten Umbaus nach 1920 erhalten. Sie steht unter Denkmalschutz.

Kummeroer Mühle

Die Kummeroer Mühle war die größte im Dorchtal. Sie wurde 1293 vom Pfarrer zu Fürstenberg dem Kloster Neuzelle geschenkt. Bedingung war die Zusicherung zu seiner Bestattung im Kloster und die Leistung gewisser Bezüge an den Pfarrer. Ab 1700 arbeitete die Mühle als Mehl-, Öl- und Stampfmühle mit Mahlzwang für die Einwohner von Kummro und Möbiskruge. Die Mühle wurde 1930 stillgelegt.

Neumühle

Die Mühle wurde ca. 1750 unter dem Abt Albericus vom Kloster Neuzelle als Mahlmühle errichtet. 1688 erfolgte neben der Getreidemühle der Bau einer Schneidemühle. Ein Teich wurde zum Zwecke der Fischzucht angelegt. Die Mahlgäste kamen aus Ossendorf. Die Schneidemühle am Standort der Neumühle bestand bis 1950.

Mittelmühle

Die Mittelmühle wurde im 16. Jahrhundert, in unmittelbarer Nähe der Schwerzkoer Mühle, gegründet. Sie war Eigentum der Grundherren zu Bomsdorf und arbeitete für die Bauern im 4 km entfernten Bomsdorf. Nach dem Ende des Mahlbetriebs wurde vor dem Ersten Weltkrieg eine Gastwirtschaft eingerichtet. 1945 - 1958 befand sich dort eine Weberei. Nach 1958 erfolgte der Ausbau zum Ferienheim, welches Anfang der neunziger Jahre geschlossen wurde.

Schwerzkoer Mühle

Die Schwerzkoer Mühle an der Dorche wird erstmals 1420 erwähnt. Der Mühlenbetrieb wurde bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts fortgeführt. Zuletzt wurde ein Sägewerk mit horizontalem Gatter betrieben, welches nach 1945 auf Elektrobetrieb umgestellt wurde. Die Mühle steht unter Denkmalschutz. Das Wasserrad hat einen Durchmesser von 3,20 m bei einer Breite von 1,50 m. Die Mühle und das Sägegatter wurden rekonstruiert. Ein Andenkenladen und eine Imbissstube laden heute an jedem Wochenende zum Verweilen ein. Zu besonderen Anlässen, wie dem Tag des Denkmals, finden wieder Schauvorführungen am Sägegatter statt.