Lehrpfad am Planfließ

Der Naturlehrpfad am Planfließ beginnt und endet gegenüber der Jugendherberge „Bremsdorfer Mühle“. Man kann ihn als lineare Verbindung von Bremsdorf bis zur Jugendherberge bewandern oder den gesamten 5,5 km langen Rundkurs absolvieren.

Den ersten Teil der Strecke verläuft der Lehrpfad auf dem zertifizierten Schlaubetal-Wanderweg, der mit einem blauen „S“ gekennzeichnet ist. An der Grillhütte bei der Feuchtwiese trennen sich die Wanderwege. Über den Schlaubetalwanderweg gelangt man in Richtung Norden, z.B. zur Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“ und weiter bis Müllrose. Der abbiegende Naturlehrpfad begleitet jedoch das mäandrierende Planfließ und führt den Wanderer kurz vor Bremsdorf zurück zur Jugendherberge.

Die Naturparkverwaltung hat den Lehrpfad im Mai 2017 erneuert. Auf elf Thementafeln entlang des Rundweges erfahren Sie interessante Details über das Bachtal, das seinen Namen einer ehemaligen Pferdewaldweide, dem sogenannten Pferdeplan, verdankt.

Das Planfließ wird von verschiedenen Quellen gespeist, die zum Teil eisenhaltiges Wasser fördern aus dem Untergrund, weshalb das sonst klare Wasser abschnittsweise rostrot erscheint und auch so schmeckt.

Vom Quellgebiet bis zur Mündung überwindet das Planfließ auf nur ca. 6 km einen Höhenunterschied von fast 40 m. Aus diesem Grund hat sich das Planfließ stark in das Gelände eingeschnitten und mäandriert auf seinem Weg bis zur Mündung in den Großen Treppelsee. Die Mäander, also die Flussbögen, wurden teilweise abgeschnitten, so dass es zur Bildung von Altarmen und Feuchtgebieten kam, in denen viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten eine Heimat gefunden haben.

Wer genau hinsieht, entdeckt viele kleine Bewohner wie Bachflohkrebse in diesem fast immer gleich temperierten Biotop. In den fischreicheren Abschnitten wartet der türkis-schimmernde Eisvogel auf einem überhängenden Ast auf kleine Fische. Auf der Orchideenwiese an der Grillhütte kann man im Frühjahr das Knabenkraut in voller Blüte erleben. Durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen soll so auch in Zukunft dieser Artenreichtum erhalten bleiben.

Die relativ großen Höhenunterschiede haben die Menschen bereits im ausgehenden Mittelalter dazu bewogen, das Planfließ zu nutzten. Neben der Nutzung durch eine Schneidemühle, die jedoch im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, errichteten die Mönche des Klosters Neuzelle ein ausgeklügeltes Wassernetz mit diversen Fischteichen, die die Ernährung sicherten. Während der Fastenzeit stand vorrangig Fisch auf dem Speiseplan, ebenso wie Biber oder Sumpfschildkröte, da diese zu den Fischen gerechnet wurden und somit nicht zum Fleisch zählten. 

Die Fischteiche wurden bis Anfang der 1990er Jahre genutzt. Die Naturparkverwaltung erhält diese Biotope durch gezielte Wasserregulation, um vielen Rote-Liste-Arten den Lebensraum zu sichern. Auch Otter, Biber und Co. trifft man heute wieder sehr häufig im Naturpark Schlaubetal an.

Kleine Brücken laden dazu ein, die Uferseite und somit die Perspektive zu wechseln. Um den Anschluss nicht zu verpassen, ist die Wegeführung mit einem weißem Quadrat und einer diagonalen, braunen Linie markiert.

Lassen Sie sich von der Natur im Schlaubetal inspirieren und besuchen Sie eine in Brandenburg einzigartige Landschaft. 

Adresse

Bremsdorfer Mühle 1
15890 Schlauebtal OT Bremsdorf

Gebiet

  • Naturpark Schlaubetal

Kategorien

  • Naturlehrpfade
  • Wanderrouten

Zielgruppen

  • Familien & Kinder
  • Junge Leute
  • Senioren
  • Schulklassen