Sehenswürdigkeiten

Reicherskreuzer Heide

Reicherskreuzer Heide

Die Reicherskreuzer Heide war in der Zeit des Dritten Reiches und des Kalten Krieges Truppenübungsplatz, anschließend wurde sie zum Naturschutzgebiet erklärt.

Von 1956 - 1991 wurde sie als Teil des größten Truppenübungsplatzes Deutschlands (Truppenübungsplatz Lieberose) durch die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte als Panzerschießplatz genutzt. Die Panzer schufen offene Sandflächen, die wichtige Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten geworden sind. Durch Schießübungen kam es immer wieder zu Flächenbränden, die zur Entwicklung großer Heidekrautbestände führten. Dadurch entstand in den zentralen Bereichen eine attraktive, offene Heidelandschaft (die so genannte Brandheide). In der Reicherskreuzer Heide werden heute etwa 750 Hektar im Rahmen des Vertragsnaturschutzes durch Beweidung mit Schafen und mit mechanischen Entbuschungsmaßnahmen offen gehalten. Große Teile werden der natürlichen Sukzession überlassen. Das gesamte Gelände - insbesondere der Westteil - ist sehr stark mit Munition belastet und in großen Bereichen nicht begehbar. Die Reicherskreuzer Heide ist von herausragender Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, z.B. als Lebensraum für Ziegenmelker, Wiedehopf, Brachpieper und andere seltene Arten. Von Henzendorf aus gibt es einen Wanderweg in das Naturschutzgebiet. Der Weg führt Sie zum Heidelehrpfad sowie zum Aussichtsturm, von welchem Sie einen wunderbaren Ausblick auf die Heidelandschaft genießen können. Das Gelände des Lehrpfades und des Turmes wurde bereits entmunitioniert, weitere Teilabschnitte sollen folgen. Deshalb gilt für Besucher: Bitte bleiben Sie unbedingt auf den Wanderwegen. Von Reicherskreuz nach Pinnow, vorbei am Heidelehrpfad, führt der überregionale und gut ausgebaute Spree-Neiße-Radwanderweg quer durch die Heide.

Kloster Neuzelle

Kloster Neuzelle

Inmitten der abwechslungsreichen Landschaft aus Oder-Neiße-Niederung sowie dem Gubener Heidegebiet und in unmittelbarer Nähe des Schlaube- und Dorchetales, bauten die Zisterzienser Ende des 13. Jahrhunderts ihr Kloster. Auch heute noch prägt die Klosteranlage das Ortsbild des ca. 4.000 Einwohner zählenden Ortes. Die ursprünglich gotische Hallenkirche St. Marien, die im 17. und 18. Jahrhundert zur Barockkirche umgebaut wurde, zählt zu den brandenburgischen Denkmälern mit internationalem Rang. 1927 wurde der Stiftsbezirk Neuzelle mit dem Dorf Schlaben zum Marktflecken Neuzelle vereint. 1928 wurde das Dorf Kummro eingemeindet. Seit dem Jahr 2001 wird der ehemals barocke Klostergarten wieder in alter Form gestaltet. Um 1900, besonders aber nach 1945, wurde Neuzelle Wallfahrtsort. Außerhalb der Klostermauern braut seit über 400 Jahren die Klosterbrauerei Bier nach alten Rezepten. Das beliebte Klosterbräu ist in den letzten Jahren durch seinen beherzten und pfiffigen Widerstand gegen bürokratische Federfuchsereien bekannt geworden. Seit 1998 erwartet das Freizeitbad große und kleine Gäste.

Der Wirchensee

Der Wirchensee

Der Wirchensee ist Bestandteil des Rinnensystems der Schlaube, die oberhalb des Wirchensees in den Wirchenwiesen entspringt. Am waldumsäumten Ufer des fischreichen, ca. 36 ha großen und stellenweise 16 m tiefen Sees entstand 1990 eine Naturschutzstation des Landesumweltamtes, mit deren wissenschaftlicher Schwerpunktaufgabe, der landesweiten Insektenkartierung. Heute betreibt der BUND an der Schlaubemühle ein Naturschutz-Informationszentrum, das Wochhentags von April bis Oktober geöffnet ist.


Mühlen im Schlaubetal

An den Bachläufen von Schlaube, Oelse und Dorche haben die Mühlen eine lange Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich ihre Anzahl und Struktur ständig. Größtenteils dienten die Mühlen der Verarbeitung von Getreide (Mahlmühlen) aber auch die Schneidemühlen waren in dieser waldreichen Gegend von Bedeutung. Weiterhin erwähnenswert ist die Nutzung einiger Mühlen zur Tuchwalke (Walkemühle) und zum Hammerbetrieb (Eisenhammer, Kupferhammer).

Schlaubemühlen

Oelsemühlen

Dorchemühlen